Sprachgesteuerte Geräte wie "Amazon Echo" sind Potenzial und Herausforderung zugleich

  • Veröffentlicht:
  • 20.04.2017

„Das Thema Sprachassistenz ist nicht neu, vielmehr gewinnt es durch die Personalisierung weiter an Bedeutung“, sagt unsere pilot Geschäftsführerin Alisa Türck. In einem kürzlich erschienen W&V-Artikel (Ausgabe 15/2017) sprach sie über das Produkt „Amazon Echo“ und seine Möglichkeiten für Werbungtreibende.

Alisa Türck sieht in dem Sprachassistenten viel Potenzial. Die Verkaufszahlen würden für sich sprechen: „Amazon Echo“ war nach dem Launch in Deutschland das meistgekaufte Gadget bei Amazon. „Seitdem hält sich der Sprachassistent Alexa stabil in den Top Ten der meistverkauften Artikel in der Elektronik-Rubrik“, beobachtet sie. „Und wenn die Features, die bereits in den USA verfügbar sind, auch im deutschen Markt zur Verfügung stehen, wird das den Erfolg sicherlich deutlich unterstützen.“

"Amazon Echo": Pflicht oder Kür für Werbungtreibende?

Alisa Türck: Aus meiner Sicht werden Sprachassistenten wie Alexa eine wesentliche Rolle in unserer zukünftigen Art der Kommunikation spielen. Wenn erst einmal genügend Endkonsumenten Sprachassistenten nutzen und die Reichweite vorhanden ist, wird sich das auch direkt auf Werbungtreibende auswirken und ihre Ambitionen steigern, dabei mitzuwirken.

Marken, die sich nicht mit Alexa beschäftigen, werden hier in Zukunft keine Rolle spielen, es sei denn, der Nutzer sucht gezielt nach ihnen. Wer bei Amazon nicht stattfindet, wird das in den Abverkaufszahlen spüren.

Die aus „Amazon Echo“ gewonnen Daten über die Nutzer sind wertvoll und lassen sich sowohl für die Werbung bei Amazon Plattformen als auch für die Optimierung der von Amazon verwenden. Die Kehrseite ist, dass sich Werbungtreibende mit der Nutzung von Alexa von Amazon abhängig machen.

Wie würde Werbung über Sprachassistenten wie Alexa aussehen?

Alisa Türck: Klassische Werbung wird in sprachgesteuerten Assistenten nicht funktionieren. Anstelle der Marke stehen hier die Erfahrungen und Bewertungen anderer Kunden im Vordergrund. Für Unternehmen wird es daher umso wichtiger, Vertrauen für ihre Marken aufzubauen und Präsenz zu zeigen.

Entscheidend wird, wonach der Nutzer in Zukunft sucht – nach Produkten und Lösungen oder nach Marken. Es wird die Aufgabe der Werbungtreibenden sein, den Nutzer dazu zu bringen, die Unternehmens-Skills, also Apps, zu installieren. Unternehmen müssen zudem neue Formen des Content Marketings konzipieren, um interessant für die Nutzer von Sprachassistenten zu werden.

Auch außerhalb von Sprachassistenten wird sich der Konsum von bisher werbefinanzierten Inhalten weiter in Richtung On Demand-Content verlagern, Beispiele hierfür sind bereits Amazon Music, Spotify oder Audible. Es wird vermehrt Angebote geben, die deutlich weniger Werbeflächen beinhalten. Für klassische Werbung ist hier kein Platz.

Hier finden Sie weitere Informationen über unsere Leistungen
in den Bereichen Technologie und Strategie.
Nehmen Sie gern direkt Kontakt zu uns auf:

Alisa Türck

Alisa Türck

Geschäftsführerin

+49 (0)40 303766-383

alisa.tuerck@pilot.de