Interview in "absatzwirtschaft": Volkmar Amedick spricht über die Zukunft von Programmzeitschriften

  • Veröffentlicht:
  • 02.11.2018

Das Fachmagazin „absatzwirtschaft“ zählt in seine neuste Ausgabe auf die Expertise unseres Münchner Geschäftsführer, Volkmar Amedick.

Im Zentrum des Interviews stehen Fragen, die jeden Werbungtreibenden als auch Mediaplaner und -einkäufer umtreiben (sollten). Wie reagiert man auf sinkende Absatzzahlen und das veränderte Sehverhalten der Konsumenten?

 

 

 

Volkmar Amedick, Geschäftsführer der Mediaagentur pilot München

Volkmar Amedick, Geschäftführer pilot München, spricht mit dem Magazin absatzwirtschaft über die Perspektiven von TV-Zeitschriften in Zeiten veränderter Sehgewohnheiten

“Programmzeitschriften sind in Deutschland ein Kulturgut. Aber auch sie müssen sich den Veränderungen und dem Zeitgeist anpassen. ”Volkmar Amedick, Geschäftsführer pilot München

Sinkende Auflagenzahlen sind für Volkmar Amedick zunächst kein Grund zur Aufregung, sei dies doch ein „allgemeiner Trend bei Printmedien“. Im Vergleich habe dieses Segment noch immer eine große Anzahl von Titeln die von Millionen Lesern gekauft und genutzt werden.

Auch wenn das Geschäftsmodell, eine Zeitschrift für ein breites Publikum zu machen, noch funktioniere, ist es vor allem in Hinblick auf junge Zielgruppen „essentiell, künftig verstärkt auf digitale Angebote beispielsweise in Form von Apps zu setzen, die dem User idealerweise einen Mehrwert bieten“ und damit an die Marke binden.

Trotz der Schwierigkeit lineares und nichtlineares Fernsehangebot übersichtlich und attraktiv abzubilden, bleibt den TV-Zeitschriften die Rolle als Navigator unbenommen. Volkmar Amedick fasst ihre Aufgabe kurz und knapp zusammen: „Die Leute suchen Orientierung, und Programmzeitschriften können etwas ganz besonders gut: Angebote kuratieren und gleichzeitig Komplexität reduzieren.“

Der Leser nutzt daher die Zeitschrift auch um Sendungen zu entdecken, die er gar nicht gesucht habe. Aus diesem Grund wären auf bestimmte Interessen und Zielgruppen spezialisierte Zeitschriften „am Ende wohl zu kleinteilig und wirtschaftlich schwierig“.

Im Bereich der Mediaplanung überzeugt Volkmar Amedick weiterhin die hohe Reichweite, die Vielfalt der Titel und die mehrfache Kontaktmöglichkeit. So werde der gedruckte Begleiter doch „über einen langen Zeitraum von einer Woche bis zu einem Monat oft, teilweise  mehrmals täglich genutzt“. Zur Verlässlichkeit der Programmies trägt für ihn außerdem die hohe Leser-Blatt-Bindung bei, welche für Werbungtreibende ein ausschlaggebender Faktor ist.

In der Zukunft bleibt für Volkmar Amedick abzuwarten, wie es den Zeitschriften gelingt Printmarken und digitale Funktionen zu verknüpfen. Außerdem wird es zukünftig „durch Addressable TV neue Möglichkeiten geben, Information und Werbung individuell und vernetzt auszuspielen.“

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