Volkmar Amedick beschreibt in der aktuellen W&V wie Outdoor-Marken auch eine breitere Zielgruppenansprache in der Kommunikationsplanung meistern können

  • Veröffentlicht:
  • 06.03.2019

Die neuste Ausgabe des Fachmagazins W&V widmet sich den Herausforderungen von Outdoormarken speziell im Bereich Mediastrategie.

Seit den Anfängen der Outdoor-Mode hat sich viel getan. Was früher für einer sehr spitzen Zielgruppe von Spitzensportlern als funktionale Kleidung verstanden wurde, ist heute Lifestyle einer breiten Masse.

Auch unser Münchner Geschäftsführer Volkmar Amedick wurde zu diesem interessanten Thema als Experte befragt. Wir haben für Sie seine Antworten nochmal im Folgenden zusammengefasst.

Volkmar Amedick, Geschäftführer pilot München

Für Volkmar Amedick birgt die breite Zielgruppe von Outdoor-Mode vor allem neue Chancen für die Kommunikationsplanung

Outdoor-Mode ist salonfähig geworden und wird ganz selbstverständlich im Alltag getragen. Wie hat sich dadurch die Zielgruppe für Outdoormarken verändert?

Active Lifestyle, Mikroadventures oder Outdoor Fitness: Die Lust an Bewegung und Aktivität im Freien hat in unserer Gesellschaft stark zugenommen. Die Jungen wie die Alten drängt es wieder raus in die Natur, um abzuschalten, dem Alltag zu entfliehen und sich etwas Gutes zu tun. Und wer draußen unterwegs ist, der will eine funktionale, also wasserdichte oder atmungsaktive Kleidung – entsprechend breit ist die Zielgruppe.

Die Outdoormarken haben es verstanden, Funktionalität mit trendigen Farben und modischen Schnitten zu verbinden und dem gesellschaftlichen Trend „nach draußen“ zu folgen. Außerdem wird Outdoor immer modischer – Urban Outdoor, Urban Fashion und Athleisure sind Schlagworte, die diese Entwicklung unterstreichen. Mode und Sport überschneiden sich immer mehr, die Grenzen verwischen zuweilen ganz. Das Tragen von Outdoormarken im Alltag steht aber natürlich auch für einen bestimmten Lebensstil und ein Mindset. Es symbolisiert auch im Alltag, dass man eine aktive, dynamische Person ist und Verantwortung für die Natur trägt.

Wir haben es also letztendlich mit einer breiten, in sich aber durchaus ausdifferenzierten Zielgruppe zu tun, die über eine entsprechend ausgesteuerte Kommunikation angesprochen werden sollte.

Wie bleiben Outdoormarken trotz breiterer Zielgruppen-Ansprache ihrem Markenbild treu?

Die meisten Outdoor-Marken haben heute ja eine sehr umfangreiche Produktpalette. Durch die unterschiedlichen Funktionalitäten schaffen sie es trotz breiter Zielgruppe, jeden Kunden mit dem passenden Kleidungsstück abzuholen. Egal ob Spaziergänger oder Hoch-Alpinist, leistungsorientierter Extremsportler oder Freizeit-Biker – letztendlich ist doch von Performance orientierten Produkten bis hin zu alltagstauglicher Kleidung für jeden etwas dabei. Selbst der Hundebesitzer, der zweimal täglich bei Wind und Wetter raus muss, sucht ein zweckmäßiges, funktionales und wasserdichtes Outfit. Das Markenbild wird daher aus meiner Sicht nicht verwässert, sondern viel facettenreicher.

Wie schaffen Outdoormarken es neue und alte Zielgruppen gleichermaßen wirkungsvoll zu addressieren?

Fragmentierte Zielgruppen verlangen nach einer fragmentierten Ansprache und machen daher auch den Einsatz von unterschiedlichsten Medien und Plattformen erforderlich. Neben den klassischen und digitalen Kanälen ist Social Media – vor allem in Form von Influencer-Marketing – ein großer Treiber. Das reicht von bekannten Spitzensportlern über Top-Athleten aus Randsportarten bis hin zu Mikro-Influencern. Wichtig ist vor allem eine stringente Kommunikation, also eine starke Verzahnung von Above-the-line- und Below-the-line-Maßnahmen bis hin zum Point of Sale. Daneben kreieren immer mehr Outdoormarken Live-Erlebnisse für ihre Kunden, also beispielsweise eigene Events oder „Outdoorfestivals“, um Nähe zu schaffen. Das halte ich für einen sehr guten Weg, um Zielgruppen an mein Produkt heranzuführen und letztlich auch zu binden.

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Volkmar Amedick

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