Wie Marken mit Influencer Marketing-Kampagnen erfolgreich Brandbuilding und Sales vorantreiben können

  • Veröffentlicht:
  • 04.10.2017

„In Deutschland gibt es aktuell 106 Top-Influencer“, erläutert unser Kollege Felix Hummel, Experte für Influencer Marketing-Kampagnen und Geschäftsführer von BuzzBird. Sein Anliegen: Er will den Markt planbar, skalierbar und messbar machen. „Es findet bereits ein Umdenken statt, dass Werbung nicht länger vor oder nach dem Content, sondern darin stattfinden muss.“ Ein prominentes Beispiel dafür sei die Plattform Youtube, die 2018 die 30-sekündigen nicht überspringbaren Werbeformate abschalten will.

Wie die Zusammenarbeit mit Influencern erfolgreich wird und worauf Werbungtreibende achten sollten, verriet Felix Hummel im Rahmen unserer pilot Agency Lounge auf der dmexco 2017. Seine Kernaussagen lesen Sie im Folgenden.

Best Practice-Beispiel: Die Marke Daniel Wellington

Felix Hummel: Die Followerzahl von Daniel Wellington bei Instagram ist in nur zwei Jahren auf fast 1,7 Mio. Fans gewachsen. Mit maximal vier Postings täglich gewinnt die schwedische Uhrenmarke bis zu 3.000 Follower am Tag. Zudem stieg der Umsatz in 12 Monaten um 214 Prozent – das finde ich sehr beeindruckend. Und das Interesse an den Produkten wächst weiter – insbesondere zu Weihnachten.

Was macht die Marke erfolgreich? Daniel Wellington betreibt ausschließlich Social Media- und Influencer-Marketing. Mittlerweile hat der Uhrenhersteller mehr Follower als viele bekannte Influencer. Das macht die Marke selbst wiederum für Multiplikatoren attraktiv. Diese teilen Inhalte von Daniel Wellington, um von der enormen Markenreichweite zu profitieren. Genau das ist ein neuer Gedankengang im Influencer Marketing: Wenn die Bezahlmatrix für eine Marke nicht mehr Geld, sondern der eigene Social Reach ist – mit dem die Marke die Influencer „bezahlt“.

Die Postings von Daniel Wellington adaptieren sehr gelungen die Bildsprache der Influencer. Weitere Learnings für Marken: Inhaltlich sollte das Produkt immer im Bild oder Video platziert und im Beitrag auf den Markenaccount verwiesen werden. Mit beispielsweise Rabattaktionen können die User im Rahmen von Influencer Marketing-Kampagnen zusätzlich getrackt werden.

Tipps und Learnings für Influencer Marketing-Kampagnen
  • Trackinglink: Influencer sollten die Marke im Video und direkt unter dem Beitrag verlinken sowie auf der Tonspur empfehlen.
  • Persönlicher Aufruf: Nach dem Motto „Unterstützt mich, indem ihr meinen Markenpartner unterstützt“ können Influencer direkt zum Support aufrufen. Bei entsprechenden BuzzBird-Kampagnen waren die Conversions um ein Vielfaches höher – bis zu 50 Prozent.
  • Cookies: Bei Facebook, Instagram oder Youtube ist es von Vorteil, Remarketing-Maßnahmen mit Cookies zu versehen, um daraus weitere Sales zu generieren.
  • Anzahl der Influencer: BuzzBird empfiehlt, mehrere "kleine" Multiplikatoren einzusetzen. Noch besser wirkt ein Mix aus kleineren und einem großen Multiplikator. Das bringt genug Reichweite und Awareness für die Kampagne.
  • Werbemittel: Vordefinierte Werbemittel können an Influencer weitergegeben werden, damit sie diese selbst teilen können. Das wirkt authentischer.
“ Wir raten Unternehmen, auf harte KPIs zu setzen und der härteste ist Sales. ”Felix Hummel, Geschäftsführer BuzzBird
Felix Hummel gibt Tipps, wie Influencer Marketing-Kampagnen erfolgreich werden

So funktionieren Sales-Kampagnen mit Influencern effektiv

Felix Hummel: Ich bin kein Freund von reinen Branding-Kampagnen, da dieser KPI hinsichtlich Benchmarking schwer zu messen ist. Für den Verkauf von Produkten sollten Unternehmen auf sogenannte Face-Fluencer setzen. Das sind Influencer, die selbst vor die Kamera treten und so etwas sagen wie: ‚Ich empfehle euch dieses Produkt, ich habe das selber getestet‘ oder: ‚Ich mache eine Kooperation mit der Marke, weil ich sie gut finde‘. Das funktioniert besser, als wenn ein Top-Multiplikator nur das Produkt zeigt.

Die geheimen Sales-Superstars sind übrigens die Mütter. Mamas und deren Themen auf Instagram, Youtube und Blogs sind absolute Senkrechtstarter. Wenn eine Mutter beispielsweise Windeln in ihrem Umfeld empfiehlt, steigt nachweislich der Verkauf.

Zur Performance der Kanäle haben wir Folgendes festgestellt: Beim Vergleich von Facebook und Instagram Stories im Rahmen einer Kampagne wurde 75 Prozent des Traffics über Instagram generiert.

Beim Umgang mit der Plattform ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass die User innerhalb einer Instagram-Story per Swipe up-Mechanik – also mit dem Finger nach oben wischend – direkt auf den Link zum Produkt oder Unternehmen gelangen. Zudem: Ein reines Bild mit einem Influencer kann nicht getrackt werden. Dies wären bei einer Sales-Kampagne verschwendete Conversions.

Noch mehr Tipps gefällig? Hier können Sie sich die Präsentation von Felix Hummel als PDF ansehen oder herunterladen!

Hier können Sie die BuzzBird-Präsentation als PDF-Datei kostenfrei herunterladen.

Mehr Informationen über pilot als Partner von BuzzBird finden Sie hier.
Interessiert Sie das Thema Influencer Marketing? Dann nehmen Sie gerne direkt Kontakt zu unseren Kollegen bei BuzzBird auf:

Felix Hummel

Felix Hummel

CEO BuzzBird

+49 (0)160 8043877

felix@buzzbird.de