Martina Vollbehr als LZ-Gastautorin über VR, Produkt- und Verpackungsdesign

  • Veröffentlicht:
  • 19.05.2016

Welche Chancen bietet Virtual Reality für Marken, Händler und das Verpackungs- sowie Produktdesign? Unsere Geschäftsführerin Martina Vollbehr hat sich als Gastautorin der „Lebensmittelzeitung“ exakt diese Fragen gestellt – und beantwortet.

In dem LZ-Artikel unserer Marktforschung-Expertin geht es um die Virtual Reality-Technik, die der FMCG-Wirtschaft neue Wege in eine ebenso neue Ära bahnen kann und wird, genauer: verschiedenste Möglichkeiten mit Blick auf das Produkt- und Verpackungsdesign.

Den Gast-Artikel „Wege in die erweiterte Realität“ von Martina Vollbehr können Sie sowohl in der Print-Ausgabe 16/04/29 der „Lebensmittelzeitung“ als auch hier auf unserer pilot-Website online lesen – viel Spaß dabei!

Virtual Reality bietet für Marken, Händler und das Produktdesign diverse Chancen

Virtual Reality bietet für Marken, Händler und das Produktdesign diverse Chancen

Virtual Reality – welche Chancen sich für Marken, Händler und das Produktdesign ergeben

pilot Geschäftsführerin Martina Vollbehr über Virtual Reality in der "Lebensmittelzeitung"

pilot Geschäftsführerin Martina Vollbehr über Virtual Reality in der "Lebensmittelzeitung"

Seit Mark Zuckerberg beim diesjährigen MWC, dem „Mobile World Congress“ in Barcelona aufgetreten ist und die Kooperation von Samsung und Facebook bei der Gear VR Brille verkündete, liegt Geld in der Luft. Für den Markt der virtuellen Brillen werden 2016 bereits Umsätze von fünf Milliarden Dollar prognostiziert, Goldman-Sachs geht bis 2025 von weltweit 110 Milliarden Dollar jährlich aus.

Die Marketing-Welt ist euphorisiert und erwartet, dass VR-Brillen in den nächsten Jahren eine vergleichbare Verbreitung wie Smartphones erreichen werden. Doch was bedeutet der Hype für den Handel, welche Chancen bietet die neue Technologie?

Erlebnis pur: Eintauchen in fremde Welten

Lange war die VR-Technik der Spielefraktion vorbehalten – jetzt hält das virtuelle Spielzeug in die Marketing-Realität Einzug und wird damit gesellschaftsfähig. Wer die Brillen bereits ausprobiert hat, schwärmt von ungeahnten Erlebnissen und der Entdeckung neuer Welten.

Wodurch ist dieser neue Hype begründet? Konträr zu der mittlerweile gängigen Parallelnutzung von Medien blendet der Nutzer mit der Full Size VR-Brille seine Umwelt komplett aus und taucht in Echtzeit in einen Raum ein, der via Computer oder 360-Grad-Film simuliert wird.

Es ist also problemlos möglich, um die Welt zu reisen und dabei einen Blick in den Grand Canyon zu werfen oder sogar einen Weltraumspaziergang zu erleben. Für die Fokussierung seines Medienkonsums und der Konzentration auf eine Sache wird der Nutzer mit einem intensiveren Erleben des Gesehenen belohnt.

Es kommt nicht von ungefähr, dass auch Agenturen den Trend zur virtuellen Realität für ihre Kunden nutzen. Die Zeit ist reif für VR-Brillen – gerade in punkto ganzheitlicher Kommunikation. Insbesondere am POS besteht ein immenses Potenzial, Produkte über die Virtual Reality-Technik zu präsentieren und gleichzeitig auch zu analysieren.

Neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Marken, Handel und Agenturen

Als Geschäftsmodelle schweben mir gleich zwei spannende Szenarien vor: Für den pilot-Kunden Weber-Grill haben wir bereits ein Content Marketing-Format erfolgreich umgesetzt. Content, den man künftig mit Hilfe von VR neu inszenieren könnte. Beispielsweise trifft der Konsument im virtuellen Raum dabei auf die Marken-Botschafter Johann Lafer und Thomas Müller, die den User auf eine ganz persönliche Entdeckungsreise in die Grillwelt mitnehmen.

Zwar schafft es auch die VR-Brille bislang nicht, direkt ein Geruchs- und Geschmacks-Erlebnis herzustellen. Aber mit dem Eintauchen in die Szenerie oder der Teilnahme an einem Grill-Event ist klar, dass gutes Storytelling die Fantasie des Nutzers anregt und damit die mangelnde Haptik in der virtuellen Welt wettmacht. Ein solches Szenario ist natürlich auch als Promotion-Event im Lebensmitteleinzelhandel denkbar.

Oculus Rift & Co. in der Marktforschung

Virtual Reality, Storytelling, Content Marketing - die Einsatzmöglichkeiten sind groß!

Virtual Reality, Storytelling, Content Marketing - die Einsatzmöglichkeiten sind groß!

Die innovative Technik kann außerdem uneingeschränkt in der Marktforschung eingesetzt werden, bei der es gang und gäbe ist, mit Blick-Aufzeichnungskameras zu arbeiten. VR-Brillen sind auch dafür eine interessante Erweiterung des Methoden-Portfolios, denn sie versetzen den Nutzer in eine eigens geschaffene, imaginäre 3D-Welt.

Studien zufolge überleben bei zehn Produkt-Neueinführungen nur zwei Angebote die ersten beiden Jahre. Kein Hersteller kann es sich also leisten, bei Potenzial-Analysen, Werbung oder auch am POS Fehler zu machen. Daher sind POS- und Verpackungstests unerlässlich. Üblicherweise werden Warenpräsentationen in Test-Studios oder mit stärkerer Live-Ausrichtung am POS via Eye-Tracking oder Beobachtungen getestet und analysiert. Dabei muss das aufwendige Prozedere bei jeder vorgenommenen Optimierung neu gestartet werden. Mit dem Einsatz der neuen VR-Brillen wird dies nun obsolet.

Virtual Reality als Zukunftsansatz für Verpackungsdesign

Die virtuelle Technologie ermöglicht es, Konsumenten ein Produkt in einer bestimmten Verpackung in einem animierten, aber dennoch real wirkenden Supermarkt anzubieten. Der Proband „betritt“ den Supermarkt, orientiert sich und erfüllt die Interview-Anweisungen. Er geht auf ein Regal zu und „greift“ zu einem bestimmten Artikel. Ist es das Testprodukt, kann im weiteren Interviewverlauf verifiziert werden, warum just dieses Produkt ausgewählt wurde.

Erzielen Platzierung oder Gestaltung nicht den gewünschten Effekt und es wird nicht das Test-Produkt ausgewählt, kann beispielsweise das Verpackungsdesign schon während des Tests modifiziert werden und der ganze Versuch startet erneut. So kann in einem iterativen Prozess die optimale und durchsatzstärkste Verpackung innerhalb kürzester Zeit gefunden werden – das ist neu und unschlagbar. Bei den Kosten eines derartigen Testverfahrens müssen Marken mit Anfangsinvestitionen im unteren fünfstelligen Bereich rechnen. Die einzelnen zu programmierenden Szenarien können dann zu moderaten Kosten angepasst werden.

Eines steht fest: Der VR-Trend ist ungebrochen – Marken und Händler müssen sich auf die Technologie der Zukunft einstellen und die Chancen, die sie mit sich bringt, für ihr Unternehmen einzusetzen wissen, wenn sie sich am Markt erfolgreich bewähren wollen.

Hier bekommen Sie mehr Informationen zu Forschungsmöglichkeiten mit pilot und unserem allgemeinen Leistungsspektrum.
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Martina Vollbehr

Martina Vollbehr

Geschäftsführerin

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