pilot Perspektiven 2026
Starke Marken und Vertrauen als zentrale Währung
Wir blicken auf ein Jahr, in dem sich die Medienlandschaft weiter rasant verändert und der Einsatz von KI weiter der zentrale Treiber für Veränderungen sein wird. Nach und nach beleuchten wir an dieser Stelle zentrale Entwicklungen, Verschiebungen im Konsumverhalten sowie technologische und gesellschaftliche Impulse, die das Kommunikations- und Medienumfeld 2026 prägen werden und neue Chancen für Marken und Medienstrategien eröffnen.
Die einzelnen Perspektiven zeigen, wie die verschiedenen Disziplinen zusammenwirken, damit Marken in einer von KI geprägten Welt erkennbar, wirksam und vertrauenswürdig bleiben. Die Texte sammeln wir laufend für Sie. Bleiben Sie gespannt!
Relevanz war schon immer ein Wachstumstreiber für Marken – in Zeiten verwässerter Markenwahrnehmung müssen sie allerdings stärker darum kämpfen. Menschen reagieren intensiver auf Kommunikation, die persönlich und kulturell zu ihrem Leben passt. Gleichzeitig steigt Ad Fatigue, weil belanglose Botschaften einfach „weggeswiped“ werden. Entscheidend ist, ob Werbung als Erlebnisfläche wahrgenommen wird. Genau hier setzen phygitale Markenerlebnisse an – also Markenerfahrungen, in denen physische Begegnungen und digitale Interaktion nahtlos ineinandergreifen.
Marken-Communitys können Markenloyalität und Kaufverhalten langfristig stärken, gerade als Ergänzung zu einzelnen Kampagnen. Dafür sollten Marken in „Cultural Fields“ denken: in Lebenswelten, die zu ihrer Identität passen wie etwa Running oder Gaming. Die zentrale Frage lautet: Wer sind wir als Marke – und in welchen Alltagsmomenten können wir mit dieser Identität glaubwürdig stattfinden?
Community-getriebene Experiences: Running Clubs als neues Kulturfeld
Kaum irgendwo wird der Shift von Kampagne zu Community so greifbar wie im Running-Kosmos. Running Clubs boomen – nicht nur in Teilnehmerzahlen, sondern als echte Identitätsräume, in denen Freundschaften entstehen und Werte gelebt werden.
Für Marken hat das Konsequenzen: Giganten wie Nike oder Adidas verlagern Teile ihrer Budgets von klassischen Kampagnen in phygitale Community-Kanäle. Runs, Rides und Challenges werden zur Bühne für authentische Begegnungen. TV und Social Media verstärken, OOH lokalisiert – doch der Kern bleibt: geteilte Erlebnisse statt eindimensionaler Werbebotschaften. In einer Zeit, in der Menschen Communitys mehr vertrauen als Kampagnen, entwickeln sich Running Clubs selbst zu Lifestyle-Marken. Die Botschaft an Markenführende ist klar: Wer glaubwürdig teilnimmt, statt nur zu sponsern, gewinnt Vertrauen durch Präsenz – kanalübergreifend, emotional und nachhaltig. Umgekehrt gilt auch: Wer fehlt, verliert Relevanz.
Neue Ligen, neues Spielfeld: Sport als phygitales Ökosystem
Formate wie Icon League und Kings League zeigen, wie neue Ligen Medien- und Jugendkultur aufgreifen: kurze Spiele, Creator-Teams, Live-Streams und Fan-Votings. Rund um ein Match entsteht ein Medien- und Community-Programm – in der Halle, auf Twitch, TikTok, Instagram, YouTube und in den Channels der Spieler*innen und Teams.
Die Phygital Sports League (PSL) geht einen Schritt weiter: Teams spielen zunächst gegeneinander im Videogame und anschließend dieselbe Sportart auf dem Court. Die Punkte beider Phasen ergeben das Gesamtergebnis. Arena, Streams und Content für Social Media sind von Anfang an mitgedacht – Sport, Gaming und Entertainment verschmelzen hier zu einem durchgehend phygitalen Ökosystem.
Für Marken werden solche Ligen zu phygitalen Kommunikationsräumen. Statt nur Logo und Spot zu buchen, geht es darum, einen ganzheitlichen Paid-Owned-Earned-Ansatz zu planen, in dem die Marke als Teil der Experience und der Community erlebt wird – dort entsteht die Relevanz, die künftiges Wachstum trägt.
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Geschäftsführerin