pilot Radar: Mehrwertsteuer­senkung als kommunikative Chance für Marken

Das Konjunkturpaket beschäftigt die Deutschen, welchen Mehrwert hat das für Werbungtreibende?

16.06.2020

Das sind unsere aktuellen Themen:

  • Interesse am Konjunkturpaket ist größer als das Vertrauen in die Einzelmaßnahmen
  • Mehrwertsteuersenkung trifft auf große Zustimmung
  • Stimmung teilt sich in Optimismus versus Verunsicherung
  • Hälfte der Deutschen hält an Urlaubsplänen fest
  • Städtereisen und Ferien in Deutschland liegen im Trend

Live-Präsentation der aktuellsten pilot Radar Ergebnisse am 18.6.2020 um 11 Uhr

In dieser Woche präsentieren unsere Forschungs-Geschäftsführerin Martina Vollbehr und unser Geschäftsleiter Chris Schneider wieder live spannende Insights unserer neuen pilot Radar Ergebnisse und leiten daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Markenverantwortliche ab.

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Zweifel an Effekt des Konjunkturpakets

55 Prozent der Deutschen zeigen großes Interesse für das Konjunkturpaket, mit dem die Bundesregierung die Corona-gebeutelte Wirtschaft wieder in Schwung bringen will. Allerdings sind nur 15 Prozent der Meinung, dass die geplanten Maßnahmen einen merkbaren oder starken Einfluss haben werden. 43 Prozent gehen dagegen davon aus, dass das als „Wumms“ proklamierte Programm überhaupt keinen Effekt zeigen wird.

Ob E oder Verbrenner: Kaufprämien für Autos finden nur wenige Anhänger

Dabei zeigt sich, dass sich das mangelnde Vertrauen in die Durchschlagskraft des Konjunkturpaketes an bestimmten Einzelmaßnahmen festmachen lässt. Mit 59 Prozent ist die Zustimmung zur Senkung der Mehrwertsteuer noch mit am größten. 44 Prozent der Deutschen begrüßen den Kinderbonus in Höhe von 300 Euro. Dagegen halten 17 Prozent die Kaufprämie für Elektro-Autos für sinnvoll. Andere Maßnahmen, die von der Koalition nicht angenommen wurden, hätten da schon eher das Vertrauen der Bevölkerung gefunden, beispielsweise die Abschaffung des Solidaritätszuschlags (61 Prozent), eine Entlastung bei den Stromkosten (66 Prozent) oder die Anhebung der Leistungen zur Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung (55 Prozent). 39 Prozent sprechen sich für Konsumgutscheine für den Einkauf im regionalen Einzelhandel aus. Eine generelle Kaufprämie für Autos, also auch für Verbrenner, hätten dagegen nur 12 Prozent begrüßt – hier zeigt die breite gesamtgesellschaftliche Debatte ihre Wirkung (siehe Grafik 1).

Grafik 1

Drohende wirtschaftliche Einbußen durch Corona teilen die Gesellschaft

Deutsche machen sich allgemein weniger Sorgen

Allgemein ist zu beobachten, dass das Sorgenbarometer von Woche zu Woche weiter fällt. Der Anteil der Menschen, die sich wegen Corona weniger oder keine Sorgen machen, ist in den vergangenen zwei Wochen um zehn Punkte auf insgesamt 52 Prozent gestiegen. Der Grad der Entspanntheit nimmt zu, die Deutschen verlagern ihr Leben wieder stärker nach draußen, wodurch sich das Freizeitverhalten weiter normalisiert und immer weniger Beeinträchtigungen durch Corona empfunden werden.

Auch bei der Ausgabebereitschaft ist eine kontinuierliche Stabilisierung zu beobachten (siehe Grafik 2). Allerdings dokumentiert sich hier deutlich die Zweiteilung unserer Gesellschaft: 52 Prozent der Befragten sahen sich von der Krise weder persönlich noch am Rande wirtschaftlich betroffen. 75 Prozent dieses Segments gaben auch an, genauso viel Geld oder mehr ausgeben zu wollen. Dagegen bekunden 59 Prozent derjenigen, die finanzielle Einbußen befürchten, demzufolge auch ihre Ausgaben reduzieren zu wollen.

Dieser Zweiteilung entspricht auch das aktuelle Stimmungsbild der Deutschen: So sind 49 Prozent optimistisch, dass sich die Lage schnell wieder normalisiert, was dem bislang höchsten Wert seit Beginn der Corona-Krise entspricht. Ein ebenso großer Anteil scheint indessen verunsichert darüber, was die Zeit nach Corona für sie bringen wird. 29 Prozent der Menschen sind sogar der Meinung, dass für sie persönlich nach der Krise vieles schlechter sein wird als zuvor.

Grafik 2

Deutsche Städtereisen haben in Corona-Zeiten Konjunktur

Mit den neu gewonnenen Freiheiten durch die Lockerungsmaßnahmen und die Öffnung der Grenzen steigt auch wieder die Lust an der Urlaubsplanung. Mit 48 Prozent hält fast die Hälfte der Deutschen unverändert an den Urlaubsvorhaben fest. 20 Prozent haben ihre Reisen zeitlich verschoben, 24 Prozent ihre Buchungen ersatzlos storniert (siehe Grafik 3). Neun Prozent wollen die Schönheiten der Heimat erkunden und haben deshalb auf Urlaubsziele in Deutschland umdisponiert. Hoch im Kurs stehen dabei Städtereisen, unentschieden steht es zwischen Strandurlaub am Meer und Wanderferien in den Bergen. Auch erste Flugreisen werden bereits wieder geplant – Mallorca lässt grüßen! Insgesamt ist bei europäischen Flugreisen dennoch der Anteil der Menschen, die stornieren, weiterhin größer als der Anteil derjenigen, die bereits wieder Flüge neu planen (siehe Grafik 4).

Empfehlungen für die Kommunikationswirtschaft: Aufbau von Vertrauen durch faire Preisgestaltung

Die Deutschen vertrauen am stärksten der Mehrwertsteuersenkung als Konjunkturmotor. Gleichzeitig ist aber auch Skepsis zu beobachten, ob Handel und Unternehmen diese Steuererleichterung uneingeschränkt an die Konsumenten weitergeben.

„Wie wir in der Zeitreihe unserer Studie deutlich beobachten konnten, haben die Marken während der Corona-Krise einen Relevanzverlust in der Wahrnehmung der Konsumenten erlitten, die immer stärker auf den Preis fokussieren“, erklärt unsere Geschäftsführerin Martina Vollbehr. „In Kombination mit der aktuellen Skepsis der Menschen über die künftige Preisausgestaltung besteht die Herausforderung darin, das Vertrauen in Marken und Unternehmen zu stärken. Eine wirkungsvolle Maßnahme wäre, die Steuererleichterung ohne Einschränkungen weiterzugeben – und dies über intelligent darauf abgestimmte Kommunikationsmaßnahmen glaubwürdig zu vermitteln.“

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Martina Vollbehr
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+49 (0)40 30 37 66-63 +49 (0)40 30 37 66-63
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