Unser Experte Jürgen Irlbacher über die Vorteile von Content Hubs für Werbungtreibende

  • Veröffentlicht:
  • 06.02.2018

Vor allem im digitalen Bereich beschäftigt Werbungtreibende in erster Linie die Frage: Wie erreiche ich meine Zielgruppe am besten? In Zeiten von Bannerblindheit und Ad-Blockern wird dies zu einer immer größeren Herausforderung. Unser Experte Jürgen Irlbacher erläutert: „Gründe für diese Entwicklung sind unter anderem steigende Kosten für Facebook-Ads, sodass immer mehr Unternehmen dazu übergehen, eigene Plattformen für ihre Marken aufzubauen.“ In diesem Fall empfiehlt unser Creative Director Content einen Content Hub, um eigene Inhalte anzubieten, mit denen sich die User und Konsumenten gern beschäftigen.

Als Gastautor der Publikation „Best of OMG“ der Organisation der Mediaagenturen (OMG) konstatiert Jürgen Irlbacher, wann der Einsatz eines Content Hubs sinnvoll ist, welche Vorteile er bringt und was Werbungtreibende dabei beachten sollten.

Jürgen Irlbacher, Direktor Beratung Kreation bei der Agentur pilot

Jürgen Irlbacher über den erfolgreichen Einsatz von Content Hubs

Warum sollten Unternehmen auf Content Hubs setzen?

Jürgen Irlbacher: Wir entwickeln Blogs und Hubs für unsere Kunden, um verschiedene zielgruppenrelevante Themenfelder redaktionell zu besetzen und verfolgen dabei Ziele wie: Branding und Image, Reichweite, aber auch Inspiration und Beratung sowie die Überführung in den Online-Shop.

Content Hubs erleichtern darüber hinaus den Zugang zu potentiellen Kunden und ihren Kaufinteressen. Über die Leser, die sich für bestimmte Themen besonders interessieren, kann neues Wissen für das Retargeting gewonnen werden. So wird der User erneut – beispielsweise durch ein Werbemittel – mit den für ihn relevanten Themen angesprochen und zum Kaufabschluss motiviert.

Der Einsatz für Kunden ist dabei sehr vielfältig. Mit unseren Experten entwickeln wir je nach Bedarf Kampagnen Hubs, Branding Hubs sowie Magazin Hubs.

Die Vorteile von Content Hubs

  • Langfristige Sichtbarkeit jenseits von Kampagnen
  • Unabhängigkeit von Facebook
  • Aggregieren von Inhalten (Texte, Bilder, Videos, Infografiken) aus allen Kanälen
  • Direkter Einfluss der Marke auf den selbsterstellten Content
  • Intelligente Retargeting-Möglichkeit auf Basis der Inhalte
  • Sichtbarkeit auf Google zu den besetzten Themen
  • Aufbau der eigenen Marke als Spezialist für zielgruppenrelevante Themen

Wie werden Reichweite und Traffic über einen Hub erzielt und gesteigert?

Jürgen Irlbacher: Google behandelt die Inhalte eines Hubs als journalistisches Angebot und listet die Seiten gleichberechtigt auf den Suchtrefferplätzen. Wichtig dabei sind die Frequenz und die Qualität des Inhaltes. Zudem müssen die Texte so für Google optimiert sein, dass sie die vielfältigen SEO-Kriterien erfüllen. Wer einen Content Hub entdeckt und dort die richtigen Inhalte findet, wird höchstwahrscheinlich mehr als nur einen Artikel lesen. Dieses sogenannte vertikale Surfen steigert Verweildauer, Page Impressions je Visit und senkt die Absprungrate.

Diese und viele weitere Kriterien gelten für die Suchmaschine als positive Ranking-Faktoren. Folglich bewertet Google die Inhalte im Vergleich zu anderen Publikationen besser und spielt sie weiter oben in den Suchergebnissen aus. Das steigert die generelle Sichtbarkeit eines Content Hubs. Für zusätzliche Awareness in der Zielgruppe sorgt die Einbindung von Social Media-Kanälen: Durch Facebook, Twitter und Co. erhalten User die Möglichkeit, mit der Marke zu interagieren oder Inhalte zu liken, zu kommentieren und zu sharen.

Wie lässt sich mit einem Content Hub die Glaubwürdigkeit der Marke steigern?

Jürgen Irlbacher: Mit einem Content Hub kann die Marke gezielt Themen besetzen, die ihre Zielgruppe besonders interessiert. Wichtig dabei ist die Identifizierung relevanter Themenfelder, um anschließend die Brücke zur Marke und ihren Angeboten zu schlagen. Damit profiliert sich die Marke als Autorität auf einem bestimmen (Fach-)Gebiet. Gerade in hart umkämpften Märkten ist es wichtig, Differenzierungsmerkmale zu schaffen. Wer hier gute Arbeit leistet, wird den Effekt auch bald im Abverkauf spüren.

Guter Content kann diese Expertise glaubwürdig vermitteln, den Käufer positiv beeinflussen und zum Kauf motivieren. Gerade als nachhaltiges Kommunikationstool ist der Hub damit eine geeignete Maßnahme, um mit Kunden mittel- und langfristig zu interagieren und die Marke zu stärken.

 

“Unser Ziel ist es, die Komplexität für die Kunden auf das Wesentliche zu reduzieren und den Erfolg von Content Marketing unter Beweis zu stellen.”Jürgen Irlbacher, Creative Director Content bei pilot Hamburg

Für welche Marken hat pilot bereits erfolgreich Hubs entwickelt und etabliert?

Jürgen Irlbacher: Für Kunden verschiedenster Branchen hat pilot bereits seit einigen Jahren erfolgreich Content Hubs kreiert. Im Rahmen des Yello Marken-Relaunchs haben wir beispielsweise ein Hub entwickelt, das das neue Markenversprechen einlöst: Yello ist „Mehr als du denkst“. Inhaltlich verfolgt die Plattform zwei Ziele: Branding und Performance. Im Format eines Online-Magazins stärken die Inhalte die Markenwahrnehmung und steigern die Tarifabfragen.

Im TV-Spot sowie online beweisen unterschiedliche Charaktere, dass sie mehr sind, als man auf den ersten Blick zunächst vermutet. Der Content Hub erzählt mit hochwertigen Portrait-Videos und unterhaltenden Artikeln Geschichten von echten Personen. Die SEO- und zielgruppenrelevanten Inhalte bieten den Usern nützlichen Mehrwert und unterstützen dabei die Performance-Ziele der Marke.

Ein weiteres Beispiel ist unserer Content Hub für Garmin, der 2017 bei den Eyes & Ears Awards und den Digital Communication Awards ausgezeichnet wurde. Die Marke gehört unter anderem zu den führenden Anbietern von Fitness-Trackern und Wearables. Mit der globalen Imagekampagne #BeatYesterday positioniert sich das Unternehmen neu als Active Lifestyle-Marke. Der Hub bietet Inhalte, die über reine Produktinformationen hinausgehen. Ein wichtiger Teil des Angebots sind nativ integrierte Influencer-Kooperationen.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: 1,4 Millionen Visits auf BeatYesterday.org im ersten Jahr. Darüber hinaus 70 Millionen Ad Impressions, mehr als eine Millionen Klicks mit maßgeschneidertem Content-Campaigning sowie ingesamt 8,7 Millionen Videoviews.

Was müssen Werbungtreibende beachten, um ihre Zielgruppe wirkungsvoll anzusprechen?

Jürgen Irlbacher: Der Content muss den Erwartungen und Wünschen der Zielgruppe gerecht werden. Dafür ist eine intensive Interpretation primärer und sekundärer Daten sinnvoll. Je besser ich meine Zielgruppe kenne, umso besser kann ich ihre Erwartungen erfüllen. Die Inhalte sollten ferner gezielt distribuiert und geseedet werden. Cleverer Media-Einsatz hilft dabei, einen Hub auf „Flughöhe“ zu bringen und Menschen darauf aufmerksam zu machen.

Zudem muss der Content zur Marke und deren Ziele passen. Am Ende lebt der Werbungtreibende vom Verkauf von Produkten. Dieses übergeordnete Ziel muss auch der Content mittelbar verfolgen. Dabei ist entscheidend, die Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten. Lange Textwüsten eignen sich nur selten, um den User zu befriedigen. Ein Mix auf verschiedenen multimedialen Inhalten sorgt letztlich für die beste User Experience.

Sie möchten mehr Informationen zu unseren Kreations-Leistungen erhalten?
Dann nehmen Sie direkt Kontakt zu uns auf:

Jürgen Irlbacher

Jürgen Irlbacher

Direktor Beratung Kreation

+49 (0)40 303766-321

j.irlbacher@pilot.de