Berlin City Talk - Startups: Gewinner und Verlierer der Krise

Die Premiere unseres neuen Live-Events überzeugte mit spannenden Gesprächen

20.11.2020

Wie leben Startups mit der Krise?

Am 19. November fand die lang erwartete Premiere unseres neuen Live-Events „Berlin City Talk“ in den Büroräumen unseres Hauptstadt-Standorts statt. Ziel dieses neuen Formats ist es, spannende Interview-Gäste aus Wirtschaft, Medien und Gesellschaft zusammen zu bringen und über aktuell hochrelevante Themen der Marketing- und Kommunikationsbranche zu diskutieren. Und das Auftakt-Thema hatte es direkt in sich: „Startups: Gewinner und Verlierer der Krise“. Im Live-Stream auf Facebook, LinkedIn, Twitter und YouTube konnten Interessierte drei erkenntnisreichen Gesprächsrunden mit Top-Persönlichkeiten von flaconi, KidsCircle.io und vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. folgen.

Video | Berlin City Talk Impressionen

Wie stark hat Corona den Startup-Markt getroffen?

Zu Beginn kam Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Bundesverband Deutsche Startups e.V., zu Wort. Im Gespräch mit unserem Berliner Geschäftsführer Thomas Nowack stand die Frage im Zentrum, welche Auswirkungen die Pandemie auf die deutsche Startup-Szene hat.

Die Krise bedroht nur Teile der Startup-Szene

Teubert erklärt, dass der Beginn der Krise tatsächlich zunächst von 75% der Startups als existenzbedrohend wahrgenommen wurde. Sieben Monate später zeichnet sich ein deutlich diverseres Bild, bei dem es zwar weiter Verlierer der Krise gibt, aber auch Startups, die von der Situation profitieren konnten wie im Bildungs- und Gesundheitssektor. Agilität und Flexibilität bis hin zu gänzlich neuen Geschäftsmodellen haben hier laut Teubert vielen Startups durch die Zeit geholfen.

Nicht zu unterschätzen ist im Hinblick speziell auf Gründerinnen der Einfluss von alten tradierten Rollenmustern, die durch die Corona-Krise wieder ein Stück weit zurückgekehrt sind. So zeigt sich in den Zahlen des Bundesverbandes, dass Gründerinnen mit Kindern nur noch 50 Prozent ihrer Arbeitsleistung in ihr Unternehmen investieren konnten. Erfreulich hingegen ist der aktive Austausch zwischen Startups, die sich laut Teubert durchaus untereinander ausgeholfen haben, um gemeinsam durch die Krise zu kommen.

Video | Franziska Teubert im Gespräch mit Thomas Nowack

Wie entstehen in Zeiten der Pandemie Innovationen?

Das zweite Gespräch des Nachmittags führten dann unsere Leiterin Mediaberatung Sylvia Uhlig und flaconi Geschäftsführer Benjamin Ludigs. Auch wenn das Unternehmen den Startup-Schuhen schon etwas entwachsen ist, hat es sich dennoch einen agilen Spirit bewahrt und erklärt, wie das Unternehmen so durch die Corona-Krise kommt.

Offline zu Online Wandel

Für flaconi war, wie für viele Unternehmen, der Beginn der Corona-Krise eine extrem spannende Zeit. Die Herausforderung lag hier, laut Ludigs vor allem darin, von einem auf den anderen Tag ins Home Office zu wechseln und gleichzeitig das große Wachstum zu managen. Denn während die Beauty-Branche sonst in Bezug auf das Online-Geschäft immer etwas hinterher hing, war dann die Geschwindigkeit vom “Offline zu Online Shift” enorm. Dies zieht natürlich auch notwendige Veränderungen in der Kommunikation nach sich auf Grund veränderter Kaufbedürfnisse und neuer Zielgruppen.

Live-Shopping-Events werden von flaconi zunehmend auf Instagram inszeniert und bieten dabei Brands wie auch Kunden entsprechenden Mehrwert. Neben den Vorteilen für Konsumenten einer Beratung durch einen Experten und einer direkten Verfügbarkeit des Produkts, profitieren Brands wiederum von dem interaktiven Umfeld und der besonderen Präsentation ihrer Produkte und Neuheiten.

Video | Benjamin Ludigs im Gespräch mit Sylvia Uhlig

Wie verändern sich in einer Krise Geschäftsmodelle?

Das abschließende Gespräche gehörte dann unserer Berliner Geschäftsführerin Natascha Heydorn, die mit KidsCircle.io Co-Founder und Geschäftsführerin Sabine Wildemann darüber sprach, wie Wildemann das Geschäftsmodell ihres Unternehmens aufgrund der Krise innerhalb weniger Wochen komplett umstellen musste und welche neuen Möglichkeiten sich für ihr Startup daraus ergeben haben.

Krise als Treiber für familienfreundliche Unternehmenskultur

Durch die Krise ist für Sabine Wildemann die Familie mehr in den Fokus gerückt und es werden zunehmend neue Lösungen und Kommunikationsformen in Unternehmen gesucht, um die Vereinbarkeit von Kind und Beruf zu verbessern. Aus dieser neuen Bedürfnislage heraus konnte Wildemanns Unternehmen dann durch konsequentes Changemanagement aus der Krise eine neue Chance erschaffen: Aus dem geplanten (offline) Start mit zwölf Kids-Coaches an 15 Standorten in Berlin mit der B2C-Zielgruppe Eltern, wurde durch Corona aus KidsCircle.io innerhalb von nur einer Woche ein digitales Angebot mit Fokus auf B2B.

Skalierbare und funktionierende Businessmodelle können für Wildemann auf jeden Fall mit sozialunternehmerischen Ansatz verbunden werden. Die Bewegung in der Gesellschaft und auch bei vielen Unternehmen zeigen schließlich, dass der Social Impact an Bedeutung gewinnt und gerade von jungen Menschen geführte Startups haben das Ziel ganz klar vor Augen, einen Beitrag leisten wollen zum Schutz der Welt.

Video | Sabine Wildemann im Gespräch mit Natascha Heydorn

Galerie | Berlin City Talk – unser Digital-Event in Bildern

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Natascha Heydorn
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n.heydorn(at)pilot.de

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