Uli Kramer und Paul Remitz über die Geschichte hinter der P&G-Marke "TwentyFive"

  • Veröffentlicht:
  • 11.10.2017

Paul Remitz von GroupM und unser Geschäftsführer Uli Kramer haben über die Agenturkooperation von pilot und Mediacom im Rahmen der neuen Procter & Gamble-Agenturmarke „TwentyFive“ gesprochen.

So scheint die Zusammenarbeit der beiden Partner auf den ersten Blick durchaus ungewöhnlich zu sein: Auf der einen Seite befindet sich die unabhängige Mediaagentur pilot, auf der anderen Seite das globale Netzwerk Mediacom bzw. GroupM.

Wie pilot und Mediacom zusammenarbeiten, erfahren Sie in unserem Videotalk, zu dem wir im Zuge der diesjährigen Digitalmesse dmexco in der pilot Agency Lounge 2017 eingeladen haben. Moderiert wurde das Gespräch von Markus Kempf, Director Corporate Communications der pilot Agenturgruppe.

Warum haben sich pilot und Mediacom trotz der Unterschiede zusammengetan?

Uli Kramer: Da wir für den Kunden P&G gar nicht so unterschiedlich sind, ist die Agenturkooperation zwischen pilot und Mediacom auch nicht wirklich überraschend: Beide Agenturen haben über viele Jahre erfolgreich für diesen Kunden gearbeitet und sich in ihren Strukturen und in der Art und Weise wie sie arbeiten sehr stark auf P&G eingestellt.

Die Teams bei pilot und Mediacom, die jeweils in der Vergangenheit Procter & Gamble betreut haben, arbeiten jetzt zusammen und bilden eine komplett neue Agentur. Wir gestalten etwas Neues auf Basis einer guten Grundlage, die wir über eine lange Zeit miteinander aufgebaut haben.

Was hierbei natürlich überrascht, ist – sinnbildlich gesprochen –, dass „Vater“ und „Mutter“ dieses neu geborenen „Babys“, also die beiden Agenturen pilot und Mediacom, strukturell eben doch so unterschiedlich sind.

Wieso hat Mediacom kein eigenes Digital-Team für P&G gebildet?

Paul Remitz: Weil das Endprodukt über die Kooperation mit pilot einfach besser ist.

Eine Zielsetzung des Business Reviews war „raise the bar“: Wir wollten möglichst schnell ein integriertes Team aufzubauen, das uns auf ein noch höheres Level hebt.

Mit „TwentyFive“ haben wir Teile von pilot und Teile von Mediacom zusammengesetzt. Wir bilden so ein gemeinsames Team, das sich kennt, sich versteht und auch den Kunden versteht. Immerhin bringt P&G eine gewisse Komplexität in der Art und Weise des Arbeitens und Denkens mit sich.

dmexco 2017: Uli Kramer und Paul Remitz_2

Agenturkooperation Paul Remitz und Uli Kramer über die Zusammenführungen beider Agenturteams

Das Potential dieser Agenturkooperation hat am Ende überzeugt: Die beiden Partner haben unterschiedliche Stärken mitgebracht, die zusammenführt wurden. Und so habe ich schließlich ein Produkt, das in Summe viel stärker ist als es einzeln sein kann.

Wie haben die piloten auf die Agenturkooperation mit Mediacom reagiert?

Uli Kramer: Innerhalb des Managements ist die Entscheidung für „TwentyFive“ sehr schnell gefallen. Bauchschmerzen hatten wir eher hinsichtlich der Teams und der Frage, ob die Zusammenarbeit mit der Mediacom klappt oder wir beispielsweise Mediatoren und Moderatoren brauchen, die beide Agenturwelten zusammenführen.

Wir sind jedoch extrem überrascht worden und mussten feststellen, dass wir auf Seiten des Managements langsamer waren als die Teams – bei den Kollegen war nämlich sofort klar, dass solch eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Wenn man jeden Tag operativ arbeitet und jetzt die Chance bekommt, klassische und digitale Medien in einem ganz neuen Modell zu harmonisieren – anstatt gegeneinander zu arbeiten – dann hat man in der Operativen die Leute viel schneller auf seiner Seite als gedacht. Dadurch sind vom ersten Moment an Kräfte freigesetzt worden, die wir uns nicht zu träumen gewagt hatten.

Wie geht es bei pilot und Mediacom hinsichtlich neuartiger Kooperationen weiter?

Ist die P&G-Marke „TwentyFive“ für Mediacom ein Startschuss, das durchaus geschlossene System der Agentur zu öffnen?

Paul Remitz von GroupM sagt, dass das Joint Venture mit pilot der erste Schritt in diese Richtung war: „Ich fand es magisch, was da passiert ist und welcher Spirit durch die Zusammenarbeit der Leute entstanden ist.

Also ja: Man muss viel mehr in flexiblen Kooperationen und Partnerschaften denken und zusammenarbeiten. Ich glaube, dass eine Agentur alleine nicht die Antworten auf die Komplexität des Marktes haben kann. Man muss kundenbezogen nach den richtigen Partnern suchen, so, dass die gesamte Bandbreite der abgefragten Leistungen maximal bedient werden kann.“

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Paul Remitz spricht auf der dmexco 2017 über zukünftige, flexible Partnerschaften

dmexco 2017: Uli Kramer und Paul Remitz 5

pilot Geschäftsführer Uli Kramer beschreibt die Vorteile neuartiger Kooperationen

Was ist mit der möglichen Angst, dass durch solche Agenturkooperationen das eigene Modell verwässert werden könnte?

Unser pilot Geschäftsführer Uli Kramer erklärt, dass diese unbegründet ist – schließlich arbeiten beide Agenturpartner nicht auf allen Kunden zusamen, sondern nur hinsichtlich Procter & Gamble und im Rahmen einer extra hierfür gegründeten Agentur.

Er ergänzt: „Ich unterstütze zu hundert Prozent die Aussage, dass die Zeiten von Blockbildungen, wo man genau sagen kann, wer Wettbewerber und wer Partner ist, vorbei sind. pilot hat da über längere Zeit gute Erfahrungen gemacht und beispielsweise Partnerschaften mit der WPP-Firma Kinetic im OOH-Bereich oder der SAP geschlossen. Es klappt hervorragend, Partner auf der einen Ebene und Wettbewerber auf der anderen Ebene zu sein.“

Hier erhalten Sie Informationen zu „TwentyFive“ und dem pilot Leistungsspektrum.
Nehmen Sie gern direkt Kontakt zu uns auf:

Uli Kramer

Uli Kramer

Geschäftsführer

+49 (0)40 30 37 66-11

u.kramer@pilot.de