So gelingt der digitale Wandel: SAP, Accenture, SinnerSchrader, dpa, Blackwood Seven & pilot im Gespräch

Auf der diesjährigen Fachkonferenz solutions.hamburg präsentierte pilot am 08.09.2016 ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm.

Dabei beschäftigten sich Experten aus dem Markt mit den Herausforderungen der digitalen Transformation sowie technologischen Lösungsansätzen.

In Vorträgen und Gesprächsrunden gingen die Teilnehmer der Frage nach, wie der digitale Wandel in Unternehmen und in der Markenkommunikation erfolgreich gelingen kann.

Hierzu zählten Speaker von SAP Exchange Media, Accenture, SinnerSchrader, dpaBlackwood Seven und der Personalberatung Cribb. Im Folgenden haben wir die Kernaussagen der Referenten sowie Impressionen der Veranstaltung zusammengefasst.

pilot Podium zum Thema "Technologie für Agenturen und Werbetreibende"

pilot Podium zum Thema "Technologie für Agenturen und Werbetreibende"

Martina Vollbehr (pilot): Veränderungen in der Mediennutzung

Martina Vollbehr über Auswirkungen der veränderten Mediennutzung

Martina Vollbehr über Auswirkungen der veränderten Mediennutzung

pilot Forschungsgeschäftsführerin Martina Vollbehr machte den Anfang und sprach über die Auswirkungen des veränderten Mediennutzungsverhaltens von Konsumenten: An unterster Stelle der Maslow-Bedürfnispyramide stünden heute nicht mehr körperliche Grundbedürfnisse, sondern ein voller Smartphone-Akku und ein funktionierender WLAN-Zugang.

Diese Transformation der Mediennutzung zwingt auch Agenturen und Unternehmen zu Veränderungen: Agilität und Innovationsmanagement seien entscheidende Treiber für erfolgreiche Organisationsstrukturen geworden.

Die Anforderungen an die Marktforschung haben sich ebenso stark verändert: Virtual Reality-Testszenarien sind bereits Realität. Gruppendiskussionen mit Chat Bots könnten in naher Zukunft folgen und klassische Fokusgruppen-Befragungen ersetzen.

Dwight Cribb (Cribb Personalberatung): Arbeit im Wandel

Personalexperte Dwight Cribb erläuterte, wie stark sich Arbeitskultur und Arbeitswerte in der digitalisierten Welt verändert haben. Dadurch, dass für „Digital Natives“ alle Bedürfnisse abgedeckt seien, würden diese heute mit einem zunehmenden Wunsch nach Selbstverwirklichung an ihre jeweiligen Arbeitgeber herantreten.

Unternehmen stünden daher vor neuen Herausforderungen, um diese junge Generation im Job zu motivieren und ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten. Eine unternehmensweit gelebte Vision habe in der digitalisierten Welt im Verhältnis zu individuellen Zielsetzungen stark an Bedeutung gewonnen.

Bei den hierfür notwendigen internen Veränderungen gilt es für Firmen abzuwägen, ob historisch gewachsene Abteilungen komplett eingerissen werden müssten oder umstrukturiert werden könnten.

“ Mitarbeiter verstehen heute nicht mehr, warum sie 9-18 Uhr in Stuttgart arbeiten sollen, wenn sie ihre Arbeit auch 11-20 Uhr am See verrichten können. ”Dwight Cribb (Personalberater für digitale Transformation)

Meinolf Ellers (dpa): Get ready for the exponential change

Meinolf Ellers fordert mehr Risikobereitschaft für die Medienlandschaft von morgen

Meinolf Ellers fordert mehr Risikobereitschaft für die Medienlandschaft von morgen

Meinolf Ellers von der dpa forderte mehr Mut zu Veränderungen – insbesondere bei den Medien, die es bisher erst geschafft hätten, ihre bestehenden Angebote zu digitalisieren.

Es stelle sich heute aber vielmehr die Frage, was überhaupt (noch) ein Medium und Medieninhalte seien. Entscheidend für die Wertschätzung von Inhalten sei nicht mehr redaktionelle Kompetenz, sondern die persönliche Relevanz.

Wie kann dies in einer Zeit, in der technische Weiterentwicklungen mit exponentieller Geschwindigkeit passieren, gewährleistet werden? Wenn sich in 30 Jahren Computer selbst optimieren, werden zwangsläufig neue mediale Geschäftsfelder wie Robot Journalism an Bedeutung gewinnen.

Medienanbieter müssten daher bereits heute radikal umdenken und stärker auf inhaltliche Relevanz und technische Effizienz setzen.

“ Inhaltliche Relevanz und technische Effizienz schaffen neue digitale Geschäftsmodelle. Entrepreneure werden diese realisieren. ”Meinolf Ellers (Chief Digital Officer, dpa)

Matthias Schrader (SinnerSchrader): Herausforderungen für Agenturen

SinnerSchrader-Agenturchef Matthias Schrader thematisierte den digitalen Wandel aus Agentursicht. Besonders herausfordernd sei die immer größere globale Marktdominanz der „Big Four“ – Google, Amazon, Facebook und Apple („GAFA’s“). Gut 80 Prozent aller „Micro-Moments“ fänden aktuell über eine der Plattformen oder Anwendungen der GAFA’s statt.

Kein Wunder, da diese Internet-Giganten auf aggressive Weise in sich geschlossene Ökosysteme, sogenannte „Mobile Walled Gardens“, aufbauen würden. Ihre medialen Angebote und Reichweiten vermarkten die großen Vier dabei selbst und können so als digitale Gatekeeper agieren.

Matthias Schrader nannte für Agenturen letztlich vier Optionen, diesem digitalen Oligopol zu begegnen: 1.) Sell and Enjoy, 2.) Play and Stay in the Garden, 3.) Data-enable the Top 500 Clients, 4.) Jump over the Fence.

Stefan Voss (Accenture) & Johann Freilinger (SAP XM): Technologie als Treiber für Marketing

Stefan Voss (Senior Manager Digital Transformation bei Accenture) und Johann Freilinger (Head of Marketing & Communications bei SAP XM) zeigten daraufhin auf, wie stark das heutige Marketing durch Technologie verändert wird und wie technologische Lösungen dabei helfen können, die Chancen der digitalen Transformation effektiv zu nutzen.

Accenture sieht durch den derzeitigen Restrukturierungsbedarf in Marketing-Abteilungen und die komplexen organisatorischen Anforderungen im Bereich „Marketing-as-a-Service“ ein mögliches Zukunftsfeld.

Das SAP-Tochterunternehmen „Exchange Media“ hat es sich zum Ziel gesetzt, die digitale Werbelandschaft im mobilen Zeitalter zu vereinfachen. Dabei konzentriert sich SAP XM auf die drei Technologie-getriebenen Bereiche Big Data, Digital Business Networks und Internet of Things.

“ Relevance is the new reach for digital marketing. Technology is the driver. ”Johann Freilinger (Head of Marketing & Communications, SAP XM)

Andreas Schwabe (Blackwood Seven): Mensch vs. Maschine - Mediaplanung der Zukunft

Zum Abschluss erläuterte Andreas Schwabe, wie der Media- und Technologie-Spezialist Blackwood Seven auf Basis von Big Data die Mediaplanung revolutionieren möchte.

Durch eine gezielte Datenauswertung sei es möglich, Wechselwirkungen zwischen klassischen und digitalen Medien sowie unterschiedlichen Geräten, auf denen Werbekontakte stattgefunden haben, aufzuzeigen.

Datengetrieben könne so der optimale und wirkungsvollste Mediamix für Markenbotschaften identifiziert werden.

Bei der Mediaplanung der Zukunft schafft künstliche Intelligenz hierfür die notwendige Klarheit und gibt endlich Antworten auf letztlich altbekannte Marketing- und Media-Fragen.

Ein mögliches Fazit des spannenden Vortragsprogramms kristallisierte sich somit auch im finalen Vortrag und der anschließenden Diskussion der Referenten erneut heraus:

Technologie- und Daten-Know-how sind für Unternehmen die wohl wichtigsten Schlüssel für die Bewältigung der Herausforderungen durch die digitale Transformation.

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Klaus Ahrens

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