Hintergründe & Zukunftspläne: Geschäftsführer Jens-Uwe Steffens und Christof Baron im Exklusiv-Interview

  • Veröffentlicht:
  • 23.06.2016
Foto der HORIZONT-Print-Ausgabe: "Die glorreichen Zwei"-Titelgeschichte über pilot Frankfurt, C. Baron & J.-U. Steffens

Foto der HORIZONT-Print-Ausgabe: "Die glorreichen Zwei"-Titelgeschichte über pilot Frankfurt, C. Baron & J.-U. Steffens

„Es ist die Media-Sensation des Jahres: Christof Baron wechselt […] zur unabhängigen Mediaagentur-Gruppe pilot“ – so beginnt der Artikel auf der Titelseite der HORIZONT über unseren neuen pilot Geschäftsführer, der pilot Frankfurt ab sofort aufbauen und leiten wird.

Gemeinsam mit pilot Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Steffens hat Christof Baron ein exklusives Interview mit HORIZONT über die Hintergründe zu seinem Einstieg bei pilot und den konkreten Plänen und Visionen für unseren neuen Agenturstandort in Frankfurt am Main gesprochen.

So werden in der HORIZONT-Titelgeschichte spannende Fragen zu den Vorteilen und Nachteilen von großen Media-Networks bzw. dem gegenüberstehend einer unabhängigen Agentur wie pilot beantwortet – und das insbesondere mit Fokus auf strukturelle und strategische Optionen. Des Weiteren geht es um die fachlichen Fähigkeiten und persönlichen Stärken, die Christof Baron für den Aufbau einer neuen, zukunftsgerichteten Agentur mitbringt sowie die Zukunftsvision, die Jens-Uwe Steffens und der neue Dependance-Geschäftsführer für pilot Frankfurt haben.

Lesen Sie die komplette Titelstory in der HORIZONT-Printausgabe 25/2016 vom 26.06.2016. Einen Auszug aus dem Artikel finden Sie im Folgenden.

Welche Herausforderungen bringt der Aufbau eines neuen pilot Standorts mit sich?

HORIZONT: Herr Baron, Sie sind ein erfolgsverwöhnter Network-Manager und haben zuletzt auch einen schönen Preis für Ihre Arbeit gewonnen. Wie groß ist Ihr Ehrgeiz, mit pilot Frankfurt jetzt noch einmal richtig anzugreifen?

Christof Baron: Ich bin hungrig, sehr hungrig, und will pilot Frankfurt richtig zum Fliegen bringen. […] Mir ist völlig klar, dass es ein knochenharter Job wird. Aber genau das ist ja auch die Herausforderung und der Reiz: dass das Bett eben nicht gemacht ist, dass ich wieder Sachen mit Bodenhaftung machen kann. Wer mich kennt, weiß, dass mich auch bei Mindshare operative Tätigkeiten nicht abgeschreckt haben und das auch Teil meiner DNA ist. […] man braucht Träume und große Ziele, um sich zu motivieren. Meine Vorstellung ist, in fünf Jahren in Frankfurt eine Agentur mit scharfem Profil und relevanter Größe zu leiten. Ich bin extrem fokussiert.

HORIZONT: Und warum genau sind Sie zu pilot gegangen?

Christof Baron: Weil ich hier die Voraussetzungen vorfinde, die ich mir für die Realisierung meiner künftigen Pläne gewünscht habe: den Zugriff auf ein innovatives und leistungsfähiges Portfolio gepaart mit sehr großen Freiräumen und Eigenständigkeit.

Media-Networks vs. pilot als unabhängige Agenturgruppe: Wo liegen die Vor- und Nachteile?

HORIZONT: Kann man als mittelgroße Agentur wirklich mit Networks wie Group M mithalten, die für Abermillionen Euro Programmatic-Plattformen wie The Exchange Lab kaufen?

Christof Baron: Ich will ja gar nicht behaupten, die Networks hätten keine Vorteile, finanziell allemal. Aber ganz ehrlich: Ich freue mich auf die Freiheit und vor allem Schnelligkeit, die in kleineren Einheiten möglich sind. Das wirklich Erfreuliche an den rasanten Veränderungen ist doch, dass es heute ein sehr breit gefächertes Angebot an Technologie im Markt gibt und dass sich das Angebot sehr dynamisch – mit hohem Tempo – verändert. Und ich halte es für einen immensen Vorteil, nicht schwerfällig auf eigenen Systemen festzusitzen, die unbedingt skalieren müssen. […]

Ich halte den Technologie-Wettbewerb für völlig offen. Eine maßgebliche Aufgabe für die Agentur der Zukunft wird sein, die beste technische Lösung für jeden einzelnen Kunden zu finden, und dabei immer auf der Höhe der Zeit zu sein.

Jens-Uwe Steffens: Eigen-Entwicklungen bergen in unserem Business große Gefahren. Wir gehen diesen Weg nur dann, wenn im Markt keine Alternativen verfügbar sind – wie zum Beispiel mit unserer webbasierten Software Mercury, die eine weitergehende Automatisierung der Umsetzung von digitalen Werbemaßnahmen ermöglicht. Ansonsten gilt die Maxime: Wir haben die Freiheit, uns im Markt die Systeme auszusuchen, die für unsere Kunden am besten sind.

Wenn ich als Network in eine extrem teure eigene Entwicklung oder die Übernahme von IT-Anbietern investiere, habe ich diesen Freiraum nur noch sehr begrenzt oder gar nicht. Das ist auch deshalb ein Problem, weil vor allem große Werbungtreibende das digitale Geschäft zunehmend inhouse verlagern. Die wollen sich nicht auf die Software einer Mediaagentur verlassen, sondern sich unabhängig und flexibel aufstellen. Dabei spielen auch Themen wie Transparenz und Datenschutz eine maßgebliche Rolle. Deshalb positionieren wir uns immer stärker als unabhängiger Technologie-Berater.

Wie sehen die Visionen für pilot Frankfurt aus? Welche Pläne werden zukünftig realisiert?

HORIZONT: Herr Steffens, wie groß ist Ihre Fantasie für Frankfurt?

Jens-Uwe Steffens: Also, mit Christof Baron kleine Fantasien zu haben, fände ich jetzt ziemlich amateurhaft. Natürlich wollen wir hier in Frankfurt einen glorreichen Standort aufbauen. Ich habe aber auch genug unternehmerische Erfahrung, um zu wissen, dass so etwas Zeit benötigt. Und die werden wir uns auch nehmen.

Der Zeitpunkt ist ideal, weil wir als Gruppe insgesamt im Angreifer-Modus unterwegs sind. Es gibt eine ganze Reihe substanzieller Themen, die wir vorantreiben, eines davon ist Programmatic. Ehrlich gesagt hat unsere gesamte Branche hier noch sehr hohen Nachholbedarf. Wir denken auch über Kreation noch einmal völlig anders nach und arbeiten an einem neuen Ansatz für Programmatic Creation. Deshalb, noch einmal: Wenn wir im Oktober nach Frankfurt gehen, wollen wir auch richtig angreifen! Mit Christof haben wir die beste Waffe, die man sich wünschen kann.

Christof Baron: Natürlich haben Jens-Uwe und ich bereits neue Business-Modelle im Kopf, aber geben Sie uns da noch ein bisschen Zeit. Die Agentur der Zukunft wird sicher agiler und mobiler sein – und vor allem auch kooperativer und hochgradig kollaborativ.

Und was die Ausrichtung der Agentur betrifft: Ganz oben auf der Agenda stehen Strategie und Planung sowie Technologie – in Kombination mit viel menschlichem IQ.

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Oder nehmen Sie direkt Kontakt zu uns auf:

Jens-Uwe Steffens

Jens-Uwe Steffens

Geschäftsführer

+49 (0) 40 303766-804

ju.steffens@pilot.de