Deniz Mathieu im Interview mit "Werben und Verkaufen" über die Entwicklungen im TV-Markt

  • Veröffentlicht:
  • 16.06.2016

Unsere Geschäftsführerin und Expertin für audiovisuelle Kommunikation Deniz Mathieu hat mit „W&V“ über deutsches Fernsehen und Bewegtbildwerbung-Entwicklungen gesprochen.

Im Interview mit unserer TV-Expertin geht es insbesondere um die Fragen, welche Trends das erste Halbjahr 2016 gebracht hat, wie sich die Bewegtbild-Inhalte verändert haben und was wir für das zweite Halbjahr zu erwarten haben. dabei geht es unter anderem auch um aktuell erfolgreiche Sendungen sowie die Rolle von YouTube & Co. für den deutschen TV-Werbemarkt.

Ausgewählte Statements zu den Fragen können Sie in der aktuellen „Werben und Verkaufen“-Ausgabe 24/2016 nachlesen, das komplette Gespräch mit Deniz Mathieu finden Sie hier im Folgenden auf unserer Website.

Deniz Mathieu, pilot Geschäftsführerin

Deniz Mathieu, pilot Geschäftsführerin

Die Trends im ersten Halbjahr 2016: Was gibt's im deutschen TV aktuell zu sehen?

Welche neuen Trends können im TV-Markt aktuell beobachtet werden? Wie haben sich die ausgestrahlten Inhalte verändert?

Deniz Mathieu: Der Live-Anteil in großen Shows (DSDS, TVoG, Supertalent) ist zurückgegangen, der geschnittene Anteil hat hingegen zugenommen. Außerhalb der Sportsender (NFL, EM-Spiele auf Sat.1, Copa America auf kabel eins & Sat.1) hat das Thema Live-Sport etwas zugenommen.

Spielfilmplätze werden immer häufiger für andere Inhalte temporär gestrichen – z.B. das RTL Eventkino für diverse Shows – und auch generell nimmt der Anteil von Eigenproduktionen weiterhin zu.

Und, welche im ersten Halbjahr gestarteten Formate sind aus Werbe-Sicht die erfolgreichsten?

Deniz Mathieu: Die erfolgreichsten Formate sind IBES, DSDS, Der Bachelor, GNTM, Die beste Show der Welt, Sing mein Song, Let’s Dance, Grill den Henssler, P7 Blockbuster, Tamme Hanken und Katzenberger (RTLII).

Welche Rolle spielen YouTube & Co. für den TV-Werbemarkt?

Hat das Erstarken von Online-Angeboten wie YouTube Auswirkungen auf den deutschen TV-Werbemarkt?

Deniz Mathieu: Aus Nutzersicht laufen jetzt Spots auf jedem Bildschirm – und zwar vor dem interessanten Inhalt oder mittendrin. Das ist konsequent und versucht die Nutzer dort abzuholen, wo sie sind. Mehr Bildschirme heißt aber auch mehr Nutzungsfragmentierung: Es entsteht nur bedingt eine höhere Gesamt-Bewegtbild-Nutzungsdauer oder -Reichweite.

Das eine kann das andere nicht einfach so ersetzen: TV Spots wirken Abends im „Unterhaltungs- und Entspannungsmodus“ auf dem Sofa anders als Pre Rolls vor einem witzigen Kurzvideo, das man sich im Bus ansieht. Das bedeutet: In jeder Kampagnenorchestrierung muss man sich ansehen 1. welche Zielgruppe man mit seiner Botschaft erreichen will, 2. wann und 3. wo. Und dann wählt man das probate Mittel, um diese Botschaft zu transportieren – das sind jetzt immer mehr Bildschirme mit Bewegtbild-Werbemitteln.

Was wir sicher wissen ist, dass eine Konstruktion, die über mehrere Plattformen kommuniziert, insgesamt wirksamer als monomediale Kampagnen ist. Wie stark das TV-Anteile im Plan betreffen wird, hängt von der TV-Nutzung respektive Plattformnutzung der Zielgruppe ab – und die ist in manchen Zielgruppensegmenten sehr im Umbau.

Welche TV-Trends bringt das zweite Halbjahr 2016?

Welche Themen werden uns bzgl. Bewegtbildwerbung im Laufe dieses Jahres weiterhin beschäftigen?

Deniz Mathieu: Mit Blick auf die Kreation ist es eine Herausforderung, die Werbe-Botschaften in sehr kurzer Zeit wirkungsvoll zu inszenieren: Viele mobile Plattformen brauchen andere Spots als wir sie im TV gewohnt sind.

Insgesamt wird auch weiter an den Themen Individualisierung und Personalisierung gearbeitet. Das bedeutet auch, dass die konkrete Nutzungssituation ermittelt und hierauf eingegangen wird; also bspw. Busfahrt-, Shoppingtour- oder Wohnzimmersituation.

Und Techniken, die 3D , virtuelle Realität oder 360° featuren, werden weiter zunehmen.

Hier bekommen Sie mehr Informationen zur Integration von klassischen und digitalen Medien sowie unsere allgemeinen Media-Leistungen.
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Deniz Mathieu

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Geschäftsführerin

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