Auftaktveranstaltung in München: Jens-Uwe Steffens, Peer Steinbrück und weitere Gäste im Austausch

  • Veröffentlicht:
  • 13.05.2016

„Zukunft gestalten“ – unter diesem Motto haben pilot Geschäftsführer Jens-Uwe Steffens aus Hamburg und unser Münchener Geschäftsführer Oliver Roth am 28. April 2016 zum Start der Veranstaltungsreihe „pilot Business Lounge“ in die bayrische Hauptstadt geladen.

Im bekannten Münchener Künstlerhaus diskutierten Politiker und Bundestagsmitglied Peer Steinbrück sowie Sabine Eckhardt, Chief Commercial Officer ProSiebenSat.1 SE, und Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Steffens am Abend über Meinungsbildungsprozesse in Wirtschaft, Medien und Politik sowie die Schlüsselrolle, die das Internet dabei spielt.

Das inhaltliche Spektrum der ersten „pilot Business Lounge“ war sehr weit gefasst und reichte vom Wirtschaftsstandort Europa bis zur Veränderung der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. So ging es unter anderem um die Themen Internetminister und Breitbandausbau sowie die Dynamik im Markt und den Einfluss auf aktuelle und neue Berufsbilder.

Die Diskutanten auf der Bühne sowie die rund 120 geladenen Gäste des exklusives anderthalbstündigen Events wurden vom langjährigen SPIEGEL- & SZ-Chefredakteur Hans Werner Kilz durch den Abend geführt.

Dynamische Entwicklungen im Markt fördern neue Berufsbilder

pilot Geschäftsführer Jens-Uwe Steffens betonte im Zuge des Gesprächs auf der Bühne die zunehmende Dynamik im Markt: Diese würde die Wirtschaft heute treiben, müsse von ihr aber auch angenommen werden. „Wir müssen diese Entwicklung mit hohem unternehmerischen Risiko mitgehen. Dabei gibt es längst keine Sicherheit mehr dafür, dass sich Investitionen dann auch lohnen“, sagte er.

Doch trotz der Unsicherheiten und Veränderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, eröffnen sich hierdurch viele neue Chancen, führte Sabine Eckhardt das Gespräch fort: „Neue Berufsbilder entstehen, neue Fähigkeiten sind gefordert.“ Sie erklärte: „Leider sind die jungen Leute heute aber, wenn sie nach der Ausbildung zu uns kommen, darauf nicht vorbereitet. Daher müssen die Unternehmen die Qualifizierung in den modernen Berufsbildern selbst in die Hand nehmen.“

Künftig werden mehr hochqualifizierte Jobs entstehen und einfachere Arbeiten durch die Automatisierungsprozesse der Digitalisierung zunehmend wegfallen – so die Prognose von Jens-Uwe Steffens. Allerdings: „Kreativität bleibt immer ein Wettbewerbsvorteil“ und diese lässt sich auch nicht durch künstliche Intelligenz beispielsweise ersetzen.

Auch Bundestagsmitglied Peer Steinbrück sieht massive Veränderungen in der Arbeitswelt.

Im Gespräch auf der Bühne fordert er eine entsprechende Reaktion hierauf deutlich ein: „Dies ist eine Debatte, der sich unsere Gesellschaft jetzt stellen muss.“

Über die "Big Four", das Thema Internetminister und den deutschen Breitbandausbau

Hans Werner Kilz brachte die Rolle der US-amerikanischen „Big Four“ in die Gesprächsrunde hinein: Ob Industrie, Medienwirtschaft oder Dienstleistungssektor – alle Sektoren der Wirtschaft müssten sich der Frage stellen, ob sie von den globalen „Big Four“ Google, Apple, Facebook und Amazon okkupiert werden, so der Moderator der „pilot Business Lounge“.

Doch, auf die deutsche und europäische „Regulierungswut“ reagierte Sabine Eckhardt entschieden und fragte: „Wie kann es sein, dass deutschen TV-Sendern sogar die Ausstrahlung regionaler Werbung untersagt wird, während die US-Player völlig unreguliert in unseren Märkten agieren dürfen?“

Hans Werner Kilz, Peer Steinbrück, Sabine Eckhardt und Jens-Uwe Steffens im Austausch

Hans Werner Kilz, Peer Steinbrück, Sabine Eckhardt und Jens-Uwe Steffens im Austausch

ProSiebenSat1-Geschäftsführerin Sabine Eckhardt betonte zudem: „Aus dieser Überregulierung der Medien entstehen auch enorme Wettbewerbsnachteile für mittelständische Unternehmen, die im regionalen Raum werben wollen.“

Einig war sich die Talkrunde in der Bewertung der infrastrukturellen Voraussetzungen für deutsche Unternehmen. „Der Ausbau von schnellem Internet ist hierzulande grottenschlecht“, monierte Peer Steinbrück. Und: „Um diese eklatante Standortschwäche zu beheben, führt an einem Internetminister kein Weg vorbei.“

Künstliche Intelligenz als Chance für den Mittelstand

Auf unserer „pilot Business Lounge“-Bühne appellierte Politiker Peer Steinbrück an die deutsche Industrie – und insbesondere den deutschen Mittelstand: So sollen diese die Offerten der digitalen Entwicklung annehmen und neue Technologien – wie beispielsweise das Thema Artificial Intelligence bzw. künstliche Intelligenz – als Chance verstehen, um sich hier Marktführerschaft zu sichern.

„Die deutsche Wirtschaft ist mit 23 Prozent überaus stark vom produzierenden Sektor geprägt, wesentlich stärker als andere Länder wie Großbritannien, Frankreich oder die USA“, sagte Steinbrück im Rahmen der Diskussionsrunde. „Hier stellt sich die drängende Frage, ob sich ein großer Player aus den USA einmal ein deutsches Automobilunternehmen als nachgelagerten Bereich gönnt oder ob das Unternehmen die digitalen Chancen wettbewerbssichernd für sich nutzt.“

Peer Steinbrück bei der "pilot Business Lounge" in München

Peer Steinbrück bei der "pilot Business Lounge" in München

Die erste Gesprächsrunde in München war eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung

Unser Münchener Gastgeber und Geschäftsführer Oliver Roth freute sich über einen gelungen Abend: „Werbung und Media beschränken sich längst nicht mehr nur auf Reichweiten oder Kontakte. Wenn wir mit unseren Kunden heute über Kommunikationslösungen reden, dann tangiert dies häufig auch gesellschaftliche, wirtschaftliche oder politische Implikationen. Mit unserem neuen Format ,Business Lounge’ haben wir auf diese Anforderungen reagiert und eine Plattform geschaffen für den Austausch über die Grenzen der Kommunikationswirtschaft hinaus.“

Laden Sie sich hier die offizielle Pressemitteilung zur „pilot Business Lounge“ als PDF-Dokument herunter.

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