Petra Kruse spricht mit "Kontakter" über die Situation des Wohnzeitschriften-Segments

  • Veröffentlicht:
  • 03.06.2015

Geht es um die Zukunft der verschiedenen Zeitschriftensegmente, vor welchen Herausforderungen steht hier die Mediaplanung?

Diese Frage hat unsere Geschäftsführerin Petra Kruse für die „Kontakter“-Reihe „Die Zukunft der Zeitschriften“ beantwortet, im aktuellen Beitrag geht es um das Thema „Wohnen“. Petra Kruse beschreibt hier die derzeitige Situation des Wohnzeitschriften-Segments, die Chancen neuer Vermarktungsansätze und die Möglichkeiten für Verlage, dieses Segment zu stärken.

Auszüge aus ihren Statements finden Sie in der Mai-Printausgabe des „Kontakter“, das ganze Interview können Sie nachfolgend lesen.

Petra Kruse, pilot Geschäftsführerin

Petra Kruse, pilot Geschäftsführerin

Wie steht es um das Wohnzeitschriften-Segment bei der Zielgruppe?

In der breiten Zielgruppe scheint das Thema Wohnen angekommen zu sein: So gibt es Wohntitel nicht nur im Premium-Bereich, sondern auch für Haushalte mit schmalerem Geldbeutel.

Diese Zeitschriften funktionieren solide, gute Beispiele sind „Lisa Wohnen & Dekorieren“ oder „Frau im Trend Wohnen & Wohlfühlen“.

Der Markt fragmentiert sich zunehmend und wird nischiger, aktuell gibt es viele Print-Neuerscheinungen vor allem im Hochglanz- und Premium-Bereich: Hierunter fallen neue, hochwertige Konzepte mit einer besonderen Haptik und unterschiedlichen Papiersorten – wie beispielsweise das Magazin „Places of Spririt“-, die ganz bewusst kleine, aber exklusive Zielgruppen ansprechen.

Wie vermarkten sich Wohnzeitschriften im Internet, welche Ansätze versprechen Erfolg?

Geht es darum, den Beratungsanspruch und die Kompetenz von Printmarken zu optimieren, bietet der digitale Raum noch viel (ungenutzte) Luft: So gibt es für jüngere Nutzer aktuell nur einige wenige Inspirationsquellen und Austauschplattformen im Netz – ein Beispiel hierfür ist „roomido“.

Die Vorteile der ausgebauten Online-Nutzung liegen auf der Hand: Wohn-Titel würden interaktiver und nahbarer werden, sie könnten den Nutzern mehr Möglichkeiten für direkte Fragen, tiefere Informationen und Hilfestellungen über Videos beispielsweise bieten.

In den Social Media-Kanälen wie Facebook und Pinterest sind bislang nur große Titel präsent. Die meisten Titel sind nicht gut aufgestellt und das Angebot ist zu klein.

Insbesondere die junge Zielgruppe wird hier nicht adressiert, kaum ein Verlag hat dafür ein Konzept oder eine wirkliche Idee. Hier wird das Potential, bei der jüngeren Generation zu punkten und sie langfristig zu binden, bisher kaum genutzt.

 

 

Wie können die Zeitschriftenverlage das Wohn-Segment stärken?

Sie sollten unbedingt in Online und Bewegtbild investieren. Aktuell gibt es nur Foto-Galerien, doch fehlt der Interaktionscharakter gänzlich. Online sollte nicht nur die Spiegelung von Print sein: Die Stärken des Mediums sollten zukünftig besser genutzt werden.

Die Produktion eigener, hochwertiger Inhalte, die Schaffung integrierter Touchpoint-Konzepte (Print, Online, Social Media, POS) und intelligente Markenkooperationen – das sind mögliche Ansätze, das Segment zu stärken.

Der Trend DIY lässt sich beispielsweise gut in Bewegtbild umsetzen, aktuell passiert da zu wenig.

So wäre die Einbindung von YouTube-Stars, die Tipps geben, eine Möglichkeit: Aktuell sehen wir bei YouTube-Stars nur Selfmade-Videos, mit Blick auf Markenintegration könnten die Auftritte könnten hochwertiger und nützlicher gestaltet werden – dieses Potential ist bisher ungenutzt.

Tipps und Tricks generell, die funktionieren üblicherweise gut und bieten viel Ausbaupotential für Marken, die bestimmte Themen setzen wollen. Beispiele sind hier „Landlust“ und „Living at Home“ als TV-Magazin mit Tipps und Tricks rund um das Pflanzen sowie „Schöner Wohnen“, das sich bereits als vertrauensvoller Partner für Wandfarben, Tapeten etc. positioniert hat.

Hier bekommen Sie mehr Informationen zu unserem allgemeinen Leistungsspektrum.
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Petra Kruse

Petra Kruse

Geschäftsführerin

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