pilot Geschäftsführer Thomas Koch im Interview mit "Internet World Business" zu Google, Facebook, Amazon und Apple

Weltweit beeinflussen US-amerikanische Internet-Unternehmen wie Google & Co. die digitale Wirtschaft, auch in Deutschland ist die Macht dieser Großkonzerne über den Markt enorm.

Mit „Internet World Business“ hat unser Geschäftsführer Thomas Koch über die Marktmacht der großen Vier – Google, Facebook, Amazon und Apple – gesprochen: darüber, was deutsche Unternehmen von den amerikanischen Konzernen lernen können und welche Maßnahmen für eine Weiterentwicklung hierzulande sinnvoll sind.

Den kompletten Beitrag der „Internet World Business“ können Sie in der Ausgabe 10/15 nachlesen, das Interview mit Thomas Koch finden Sie nachfolgend.

Thomas Koch, pilot Geschäftsführer

Thomas Koch, pilot Geschäftsführer

Was können wir von Google & Co. lernen?

Konzerne wie Google, Facebook, Amazon und Apple, so Thomas Koch, schaffen als Digitalmarken zunehmend geschlossene Systeme, die eine große Verbindlichkeit, Nähe und Kundenbindung mit sich bringen. Bei einer hohen Nutzungsintensität führt dies zu einer hohen Loyalität der User.

Die hohe Bindung der Nutzer an diese Marken und die daraus generierte Quantität sowie Qualität an Nutzerdaten machen amerikanische Internetriesen wie Amazon oder Facebook zu quasi unvermeidlichen Partnern in der Zulieferung von großen Zielgruppen-Reichweiten, die für Werbetreibende relevant sind.

 

Mit Blick auf die weniger regulierten Datenschutzbestimmungen außerhalb Europas und die hohe technologische Kompetenz der US-amerikanischen Anbieter stehen starke regionale Player demzufolge ziemlich unter Druck, erklärt er.

Das Resultat aus dieser Entwicklung ist die zunehmende Abhängigkeit der Werbetreibenden von diesen Premium-Datenpools – im Bereich des Suchmaschinenmarketings, führt Thomas Koch fort, ist Google hierfür ein passendes Beispiel.

Wie erfolgreich ist das Premium-Argument der deutschen OVK-Vermarkter?

Das Premium-Argument des deutschen Online-Vermarkterkreises (OVK) ist, so unser Geschäftsführer Thomas Koch, nur begrenzt valide. Der Grund: Premium-Inventar zeigt sich nicht zuallererst an den Premium-Preisen.

Vielmehr, erklärt er, ist das Inventar durch zielgruppengerechten, attraktiven Content sowie sichtbare und wahrnehmungsstarke Formate, valide Nutzerdaten, Targetings mit hoher Güte und nicht zuletzt einem geringen Clutter Index (d. h. dem Verhältnis von Werbemaßnahmen zum Content auf einer Seite) gekennzeichnet.

Mittels Programmatic Advertising-Technologie übernehmen zunehmend auch Agenturen die Aufgabe der Vermarkter, Qualität zu sichern.

So kann auch Inventar, das nicht zur OVK gehört, deutlich an Qualität gewinnen und Kampagnenziele zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis erfüllen: durch den Einsatz von Daten zur Kampagnenaussteuerung, die Aussteuerung auf ausschließlich sichtbares Inventar sowie Verweildauer der User, White- und Blacklistings von Websites, eine hohe Auslieferungstransparenz, den Einsatz von View und Click Fraud sowie Brand Safety-Filtern.

Vor welchen Herausforderungen stehen deutsche Vermarkter?

Die nationalen Vermarkter sind nun gefordert, ihr Werbe-Inventar mit Blick auf seine Qualität weiterzuentwickeln, sagt Thomas Koch. Zudem sollten sie neuen technischen Lösungen wie Programmatic Advertising proaktiv und nicht reaktiv begegnen.

In diesem so hochkomplexen Mediaumfeld sind Agenturen wie pilot mehr denn je als Berater ihrer Kunden gefragt.

Aber auch auf die Werbekunden selbst kommt es an: Wollen sie weiterhin autark agieren, erklärt unser Geschäftsführer, müssen sie ihre Bindung an die großen Vier gut durchdenken.

Durch zu enge Bindungen können Abhängigkeiten entstehen, die den flexiblen Handlungsspielraum in der Strategie oder auch im Partnerwechsel deutlich einschränken. Doch, nichtsdestotrotz ist die Pflege guter Beziehungen zu starken globalen Partnern in jeden Fall wichtig.

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Thomas Koch

Thomas Koch

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