Volkmar Amedick zieht in "new business" Bilanz zu den IVW-Zahlen des Zeitschriftenmarktes

  • Veröffentlicht:
  • 26.01.2015

Die IVW-Zahlen des vierten Quartals 2014 zeigen, dass sich der Markt der Publikumszeitschriften weiter rückläufig entwickelt – doch sind diese Auflagenzahlen nach Aussage unseres Münchener Geschäftsführers Volkmar Amedick „nicht so schlecht, wie mancherorts kolportiert wird oder wie die aktuelle wirtschaftliche Lage einiger Verlagshäuser vermuten ließe.“

In einem Gastbeitrag für „new business“ (05/2015) hat sich Volkmar Amedick die IVW-Zahlen des vierten Quartals 2014 genauer angesehen.

Volkmar Amedick, Geschäftsführer

Der Trend im Printsegment setzt sich fort

Der strukturelle Wandel schreitet unaufhaltsam voran und die Akzeptanz digitaler Angebote wächst zunehmend. Betrachtet man den Markt als Ganzes, setzt sich im Printsegment der Trend der vergangenen Jahre weiter fort.

“ Die Verlage versuchen mit immer mehr Nischen- und Spezialtiteln ihre Auflagenverluste auszugleichen und die Leser am Point of Interest abzuholen. ”

Diesem Prinzip folgen auch immer mehr Sonderhefte von etablierten Marken. Die Nische ist und bleibt also angesagt. 2014 hat gezeigt, dass spitze Themen und das Aufgreifen relevanter Inhalte Faktoren sind, die oft die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg am Kiosk erhöhen. Daher werden wir diesen Trend auch 2015 weiter erleben.

Print-Titel im Fokus

Die Auflage vom „Stern“ ist im vierten Quartal eingebrochen, die Wettbewerber „Spiegel“ und „Focus“ sind dagegen stabil geblieben. Mit Blick auf diese Entwicklung erlangt man den Eindruck, dass es zu einer Art „Bodenbildung“ kommt und der starke Abwärtstrend gestoppt werden konnte. Beide Titel versuchen mit Samstag als Erscheinungstag, Marktanteile zurückzugewinnen. Es wird sich zeigen, inwiefern diese Strategie erfolgreich sein wird.

 

Die Bereiche Kochen und Backen sowie Wohnen und Garten sind sehr vielfältig: Nach wie vor treffen die Inhalte auf eine breite und vor allem weibliche Zielgruppe.

Auch die neuen Magazine zu den Themen Entschleunigung, Selbstfindung und gesunde Ernährung unterstreichen das – der Trend für das Jahr 2014 waren diese Neuerscheinungen.

Erwartungen bei männlicher und weiblicher Zielgruppe

Titel wie „Freeman’s World“ haben den Mann als Zielgruppe deutlich stärker in den Fokus gerückt, doch ist der Wettbewerb in diesem speziellen Segment recht überschaubar. Auch in 2015 werden den Neuerscheinungen gute Chancen eingeräumt.

Im Bereich der Hochglanz- und Modemagazine wurden an „Harper’s Bazaar“ große Erwartungen geknüpft, die bisher seitens des Verlages Burda und der Leserschaft nicht in der angestrebten Höhe erfüllt wurden. Trotzdem hat sich der Titel hinter „Elle“ und „Vogue“ auf Platz drei etabliert.

Fazit zu Auflagenverlusten 2014, Ausblick für 2015

Meiner Meinung nach werden die Auflagenverluste auch 2015 weiter anhalten. Inwiefern E-Magazine oder die entsprechenden Online-Seiten bzw. Online-Reichweiten diese Verluste ausgleichen können, bleibt abzuwarten.

Titel mit speziellen Themenschwerpunkten werden gleichzeitig immer wichtiger. Auch dieses Jahr wird es zahlreiche Neuerscheinungen geben – vor allem in den Bereichen Entschleunigung, Wohnen und Kochen.

Aus mediaplanerischer Sicht wird die valide crossmediale Reichweite ein zentraler Erfolgsfaktor bleiben – sei es im Print-, Online- oder E-Magazin-Bereich. Etablierte Print-Marken werden auch weiterhin ihre Leserschaft haben, wenn sie entsprechende zielgruppenrelevante Inhalte anbieten.

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